Tankstelle und Sortiment: Welche Non-Food-Artikel gehören in den Shop?
Karl-Heinz Alberts
Karl-Heinz Alberts ist Vertriebsleiter bei der Tollkühn Shoppartner GmbH und seit 35 Jahren im Unternehmen tätig. Sein Tätigkeitsb...
Mehr erfahren →Zum Non-Food-Sortiment einer Tankstelle können Autozubehör, Fahrzeugpflege, Feuerzeuge, Handyzubehör und praktische Reiseartikel gehören. Welche Produkte tatsächlich sinnvoll sind, hängt vom Standort, der Kundschaft und der verfügbaren Fläche ab. Ein guter Ausgangspunkt sind Artikel, nach denen Ihre Kunden regelmäßig fragen. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie daraus ein übersichtliches Angebot entwickeln und welche Warengruppen Sie gezielt ergänzen können.
Welche Non-Food-Warengruppen kommen für Tankstellen infrage?
Ein Tankstellenshop wird aus unterschiedlichen Gründen besucht. Ein Kunde braucht Scheibenreiniger für die Weiterfahrt, ein anderer hat sein Ladekabel vergessen oder sucht ein Feuerzeug. Für die Sortimentsplanung hilft es deshalb, von konkreten Bedürfnissen auszugehen.
Die folgenden Warengruppen bieten mögliche Ansatzpunkte. Sie müssen nicht alle davon führen: Entscheidend ist, welche Aufgaben Ihr Shop für seine Kunden erfüllen soll.
| Warengruppe | Beispiele aus unserem Sortiment | Möglicher Bedarf |
|---|---|---|
| Autozubehör und Pannenhilfe | Parkscheiben, Warnwesten, Starthilfekabel, Scheibenwischer | Fahrzeug ausstatten oder benötigtes Zubehör ersetzen |
| Betriebsstoffe | Motoröle, Kühlmittel, AdBlue in Kanistern | Passende Betriebsstoffe für das Fahrzeug beschaffen |
| Fahrzeugpflege | Scheibenreiniger, Innenreinigungstücher, Lufterfrischer | Fahrzeug unterwegs reinigen und pflegen |
| Mobiles Zubehör | Handyzubehör und Antennen | Fehlendes oder benötigtes Zubehör ergänzen |
| Kleine Shopartikel | Feuerzeuge, Sonnenbrillen, Geschenkartikel | Einen Alltagsartikel oder eine kleine Aufmerksamkeit kaufen |
| Reise und Freizeit | Campingartikel, Spielwaren, Körperpflegeartikel | Bedarf während einer Fahrt oder Reise decken |
Bei Fahrzeugprodukten ist die Eignung besonders wichtig. Motoröl oder Scheibenwischer lassen sich nicht allein nach Größe oder Preis auswählen. Die jeweiligen Fahrzeuganforderungen und Herstellerangaben müssen berücksichtigt werden. Auch AdBlue ist für einen bestimmten technischen Einsatz vorgesehen und kein allgemeiner Zusatz für jeden Dieselmotor.
Für Ihre Planung können Sie zwischen einem dauerhaft geführten Grundsortiment und wechselnden Ergänzungen unterscheiden. Zum Grundsortiment zählen die Artikel, die an Ihrem Standort verlässlich nachgefragt werden. Ergänzungen testen Sie gezielt, beispielsweise in einer einzelnen Warengruppe oder für eine bestimmte Saison.
Einen Überblick über unser Angebot an Tankstellenbedarf finden Sie auf unserer Sortimentsseite.
Wie stellen Sie das passende Sortiment für Ihre Tankstelle zusammen?
Bevor Sie neue Artikel bestellen, lohnt sich ein Blick auf die vorhandenen Verkaufsdaten und die Rückmeldungen Ihrer Mitarbeiter. Welche Produkte werden häufig gekauft? Wonach fragen Kunden, obwohl Sie es bisher nicht führen? Welche Artikel bleiben über längere Zeit liegen?
Die Antworten sind aussagekräftiger als die Annahme, dass ein bestimmtes Produkt grundsätzlich in jede Tankstelle gehört. Ein mögliches Vorgehen besteht aus vier Schritten:
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01
Nachfrage erfassen: Notieren Sie wiederkehrende Kundenfragen und betrachten Sie Verkäufe über einen aussagekräftigen Zeitraum.
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02
Bestand prüfen: Unterscheiden Sie zwischen fehlenden Artikeln und vorhandener Ware, die im Shop schlecht zu finden ist.
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03
Gezielt ergänzen: Nehmen Sie zunächst eine überschaubare Auswahl auf, statt viele ähnliche Varianten gleichzeitig zu bestellen.
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04
Ergebnis bewerten: Prüfen Sie anschließend Verkäufe, verbleibende Bestände und den beanspruchten Platz.
Berücksichtigen Sie dabei auch die Verkaufseinheiten. Ein Display kann mehr Artikel enthalten, als Sie anhand der Produktabbildung erwarten. Vergleichen Sie deshalb Stückzahl, Stellfläche und Ihren voraussichtlichen Bedarf vor der Bestellung.
Wichtig ist außerdem die Trennung von Verkaufsware und eigenem Betriebsbedarf. Reinigungstücher für den Verkauf und Reinigungszubehör für Ihre Mitarbeiter erfüllen unterschiedliche Zwecke. Wenn Sie diese Bestände getrennt betrachten, erkennen Sie leichter, welche Mengen tatsächlich an Kunden verkauft werden.
Standort und Kundschaft bestimmen die Schwerpunkte
Eine Stadttankstelle mit vielen Stammkunden kann andere Schwerpunkte benötigen als ein Autohof, an dem regelmäßig Berufskraftfahrer halten. Auch Urlaubsverkehr oder die Lage an einer stark befahrenen Durchgangsstraße können Ihre Sortimentsentscheidungen beeinflussen. Leiten Sie daraus zunächst Möglichkeiten ab und gleichen Sie diese mit der Nachfrage vor Ort ab.
Bei vielen kurzen Stopps kann eine kompakte Auswahl häufig gesuchter Alltagsartikel sinnvoll sein. An einem Standort mit regelmäßigem Reiseverkehr kommen zusätzliche Körperpflege-, Freizeit- oder Campingartikel infrage. Für Berufskraftfahrer können passende LKW-Artikel relevant sein. Daraus folgt jedoch nicht, dass sich jede dieser Warengruppen an jedem Standort gleichermaßen verkauft.
Fragen Sie deshalb konkret nach dem Anlass eines Produktwunsches. Wird ein bestimmtes Zubehör wiederholt gesucht oder handelt es sich um eine einzelne Anfrage? Welche Ausführung benötigen Kunden tatsächlich? Solche Informationen helfen, passende Artikel auszuwählen und unnötige Varianten zu vermeiden.
Unser Bereich Autozubehör bietet beispielsweise verschiedene Produkte für Fahrzeugausstattung, Pannenhilfe und Betriebsstoffe. Prüfen Sie innerhalb dieser Bereiche, welche Artikel Ihr vorhandenes Angebot sinnvoll ergänzen.
Saisonartikel und Warenpräsentation regelmäßig überprüfen
Ein Teil des Sortiments lässt sich an Wetter und Reisezeiten anpassen. Vor kalten Monaten können Scheibenfrostschutz und Enteiser relevant werden. Im Frühjahr und Sommer kommen beispielsweise Insektenentferner, Sonnenbrillen oder Freizeitartikel als Ergänzungen infrage.
Planen Sie saisonale Ware so, dass sie rechtzeitig angeboten werden kann. Berücksichtigen Sie zugleich, welche Mengen nach der Saison übrig bleiben könnten. Orientieren Sie sich bei Nachbestellungen an den tatsächlichen Verkäufen, dem verbleibenden Saisonzeitraum und Ihrem Lagerbestand.
Ebenso wichtig ist die Präsentation. Ordnen Sie Artikel nach nachvollziehbaren Anwendungen und halten Sie Preise sowie Produktbezeichnungen gut sichtbar. Ein Kunde sollte erkennen können, welche Produkte zur Scheibenreinigung gehören und welche für die Innenraumpflege vorgesehen sind.
Bevor Sie einen Artikel aus dem Sortiment nehmen, prüfen Sie deshalb auch seinen Verkaufsplatz. Geringe Verkäufe können auf fehlende Nachfrage hindeuten, aber ebenso auf eine unübersichtliche Platzierung. Verändern Sie möglichst einen Faktor nach dem anderen, damit sich die Wirkung besser beurteilen lässt.
Ideen für ergänzende Warengruppen finden Sie unter unseren Shopartikeln. Wählen Sie daraus gezielt die Produkte, die zu Ihrem Standort passen.
Fazit: Ein gutes Tankstellensortiment entsteht aus tatsächlichem Bedarf
Für das Non-Food-Sortiment einer Tankstelle gibt es keine allgemeingültige Einkaufsliste. Sinnvoll ist eine Auswahl, die wiederkehrende Kundenbedürfnisse abdeckt, zur Verkaufsfläche passt und regelmäßig überprüft wird. Beginnen Sie mit nachvollziehbaren Schwerpunkten, ergänzen Sie saisonal und nutzen Sie Verkaufsdaten für weitere Entscheidungen.
Wir führen bei Tollkühn verschiedene Non-Food-Warengruppen für Tankstellen und Autohöfe. Wenn Sie unser Angebot mit Ihrem Bedarf abgleichen möchten, unterstützt Sie unser Kundenservice bei Fragen zu Produkten und Bestellungen.

Warenplatzierung: Non-Food-Artikel im Tankstellenshop sinnvoll anordnen

Tankstelle und Sortiment: Welche Non-Food-Artikel gehören in den Shop?
