Warenplatzierung: Non-Food-Artikel im Tankstellenshop sinnvoll anordnen
Uwe Eggers
Uwe Eggers ist Leiter Einkauf und Geschäftsführer der Tollkühn Shoppartner GmbH. Er ist seit über 35 Jahren im Unternehmen tätig. ...
Mehr erfahren →Eine sinnvolle Warenplatzierung hilft Kunden, gesuchte Produkte schnell zu finden und passende Ergänzungen zu erkennen. Im Tankstellenshop kommt es dabei auf übersichtliche Warengruppen, gut sichtbare Preise und eine zur Fläche passende Auswahl an. Feuerzeuge benötigen einen anderen Verkaufsplatz als schwere Kanister oder erklärungsbedürftiges Fahrzeugzubehör. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie Non-Food-Artikel nachvollziehbar anordnen und die Platzierung im laufenden Betrieb überprüfen können.
Was macht eine gute Warenplatzierung aus?
Warenplatzierung bezeichnet die Anordnung von Produkten im Verkaufsraum und im Regal. Dabei geht es um mehr als die Frage, wo noch eine freie Fläche vorhanden ist. Kunden sollen erkennen können, welche Artikel zusammengehören, worin sie sich unterscheiden und wo sie das gewünschte Produkt finden.
Für einen Tankstellenshop sind drei Fragen besonders hilfreich:
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01
Ist die Ware sichtbar? Verpackungen und Produktbezeichnungen sollten erkennbar sein und nicht hinter anderen Artikeln verschwinden.
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02
Ist die Auswahl verständlich? Unterschiedliche Anwendungen, Größen und Varianten müssen sich voneinander abgrenzen lassen.
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03
Ist der Artikel erreichbar? Kunden sollten Produkte sicher entnehmen können, ohne andere Ware verschieben zu müssen.
Beobachten Sie dafür den Shop aus Kundensicht. Wo bleiben Menschen stehen? Welche Regale werden durch Aufsteller verdeckt? Müssen Mitarbeiter wiederholt erklären, wo sich dieselbe Produktgruppe befindet? Solche Beobachtungen können auf Verbesserungsmöglichkeiten hinweisen.
Eine feste, nachvollziehbare Grundordnung erleichtert außerdem das Nachfüllen. Wenn jeder Artikel einen zugeordneten Platz hat, fallen Lücken und falsch eingeräumte Produkte schneller auf. Häufige vollständige Umräumaktionen sollten deshalb gut begründet sein: Stammkunden und Mitarbeiter müssen sich anschließend neu orientieren.
Welche Warengruppen Sie überhaupt präsentieren möchten, hängt von Ihrem Standort ab. Einen Überblick über mögliche Produkte bietet unser Bereich Tankstellenbedarf.
Non-Food-Waren nach Anwendung und Verkaufsplatz ordnen
Produkte lassen sich nach ihrer Verwendung gruppieren. Scheibenreinigung, Innenraumpflege und Pannenhilfe bilden beispielsweise unterschiedliche Bedarfsbereiche. Innerhalb eines solchen Bereichs können Kunden die angebotenen Ausführungen vergleichen.
Daneben gibt es die Verbundplatzierung: Dabei stehen Produkte mit einem sinnvollen Anwendungszusammenhang nebeneinander. Ein Felgenreiniger und eine für die Anwendung geeignete Felgenbürste sind ein mögliches Beispiel. Entscheidend ist, dass die Verbindung für Kunden nachvollziehbar bleibt.
| Produktgruppe | Mögliche Platzierung | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|---|
| Feuerzeuge | Überschaubares Display im betreuten Kassenbereich | Stellfläche, Sichtkontakt und freie Bedienflächen |
| Fahrzeugpflege | Zusammenhängender Regalbereich, gegliedert nach Anwendung | Eindeutige Zuordnung und lesbare Produktinformationen |
| Reinigungszubehör | Bei den jeweils passenden Pflegeprodukten | Tatsächliche Eignung für die vorgesehene Anwendung |
| Handyzubehör | Nach Anschluss und Funktion gegliedert | Erkennbare Unterschiede zwischen den Ausführungen |
| Größere Kanister | Auf einer geeigneten, tragfähigen unteren Stellfläche | Gewicht, sichere Entnahme und Verpackungszustand |
Die Tabelle zeigt mögliche Ansätze. Welche davon funktionieren, hängt von Ihren Regalen, den Laufwegen und dem tatsächlichen Sortiment ab. Eine zusätzliche Präsentation darf weder Wege verengen noch den Zugang zu anderen Waren erschweren.
Bei unserem Sortiment an Pflegemitteln können Sie die Gliederung nach Anwendung beispielsweise für Scheibenreiniger, Innenraumpflege und Lufterfrischer aufgreifen. So entsteht eine verständliche Ordnung, ohne alle Produkte derselben Marke an einer Stelle zusammenfassen zu müssen.
Regalflächen und Thekendisplays gezielt nutzen
Im Regal unterscheiden sich die Bedingungen je nach Höhe. Produkte auf Augenhöhe lassen sich leichter betrachten als Artikel weit oben oder nahe am Boden. Gleichzeitig müssen Gewicht, Verpackungsform und sichere Entnahme zur jeweiligen Regalposition passen.
Platzieren Sie schwere Gebinde deshalb auf geeigneten unteren Stellflächen. Kleinere Produkte sollten dort stehen, wo Bezeichnungen und Varianten gut erkennbar sind. Vermeiden Sie mehrere Reihen unterschiedlicher Artikel hintereinander: Die vordere Ware kann sonst verdecken, welche Produkte dahinter liegen.
An der Kasse ist die verfügbare Fläche meist begrenzt. Ein Display sollte deshalb nicht allein nach seiner Stückzahl ausgewählt werden. Prüfen Sie vorab Breite und Tiefe sowie den Platz, der für Bezahlung, Warenablage und die Arbeit Ihrer Mitarbeiter frei bleiben muss.
Ein konkretes Beispiel aus unserem Sortiment ist das BIC-Maxi-Feuerzeug im 50er-Display. Für das Thekendisplay sind 24 × 16,5 Zentimeter angegeben. Anhand solcher Maße lässt sich vor der Bestellung prüfen, ob die Präsentation zum vorgesehenen Platz passt.
Beschränken Sie sich auf eine Auswahl, die Kunden überblicken können. Mehr Displays auf derselben Fläche bedeuten nicht automatisch eine bessere Warenplatzierung.
Saisonflächen planen und Veränderungen nachvollziehbar testen
Saisonartikel brauchen einen zeitlich passenden Verkaufsplatz. Scheibenenteiser und Winter-Scheibenreiniger können vor kalten Monaten sichtbar zusammengefasst werden. Für die wärmere Jahreszeit kommen beispielsweise Produkte zur Insektenentfernung als saisonaler Schwerpunkt infrage.
Eine abgegrenzte Aktionsfläche kann helfen, diese Artikel hervorzuheben. Die regulären Warengruppen sollten dabei weiterhin leicht auffindbar bleiben. Achten Sie außerdem darauf, saisonale Restbestände rechtzeitig zu prüfen, statt dieselbe Fläche unverändert über Monate zu belegen.
Wenn sich ein Produkt kaum verkauft, lohnt sich ein gezielter Platzierungstest:
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01
Ausgangslage festhalten: Notieren Sie Verkaufsplatz, Preis, Bestand und Verkäufe im gewählten Zeitraum.
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02
Eine Änderung vornehmen: Verändern Sie beispielsweise die Regalposition, während Preis und Ausführung gleich bleiben.
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03
Vergleichbare Zeiträume betrachten: Berücksichtigen Sie Wochentage, Kundenaufkommen und Saison.
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04
Ergebnis einordnen: Prüfen Sie, ob der Artikel durchgehend verfügbar war und ob andere Einflüsse die Verkäufe verändert haben.
Ein einzelner guter Verkaufstag reicht für eine Entscheidung meist nicht aus. Ebenso sollten ausverkaufte Artikel nicht als Zeichen geringer Nachfrage bewertet werden. Erst der Zusammenhang aus Verkäufen, Verfügbarkeit und Zeitraum macht den Vergleich brauchbar.
Fazit: Warenplatzierung soll Orientierung schaffen
Eine gute Warenplatzierung macht Ihr Non-Food-Sortiment verständlich und zugänglich. Klare Bedarfsbereiche, sinnvoll eingesetzte Displays und lesbare Preise helfen Kunden bei der Auswahl. Für die Umsetzung zählen außerdem sichere Stellflächen und freie Laufwege.
Beginnen Sie mit einer konkreten Verbesserung und beobachten Sie das Ergebnis. So können Sie die Präsentation schrittweise an die Bedingungen Ihres Shops anpassen.
Wir führen bei Tollkühn Non-Food-Artikel für Tankstellen und Autohöfe. Wenn Sie Fragen zu Produkten, Verpackungseinheiten oder verfügbaren Artikelangaben haben, wenden Sie sich gerne an unseren Kundenservice.

Warenplatzierung: Non-Food-Artikel im Tankstellenshop sinnvoll anordnen

Tankstelle und Sortiment: Welche Non-Food-Artikel gehören in den Shop?
